früher | Oktober, 2014

psychologie heute-blog.
über die illusion, das gute im schlechten zu finden.

21 Okt

„von

Foto von luma photography

Positive Erlebnisse sind wünschenswert, negative Erlebnisse zu vermeiden. Sollte man meinen. Erstaunlich, dass viele dennoch an der Illusion festhalten, nur durch Schicksalsschläge könnten wir reifen. → Weiterlesen im Psychologie Heute-Blog

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Seit Juli 2014 veröffentlicht die populärwissenschaftliche Zeitschrift Psychologie Heute einen wöchentlichen Blog mit dem Titel ‚Der psychologische Blick‘. Jeden Dienstag schreibt darin einer von sechs Kolumnisten, darunter die Autorin dieses Blogs, über aktuelle Themen aus Alltag, Gesellschaft und Wissenschaft.

Die Persönlichkeit ändert sich im hohen Alter stärker als bisher angenommen

2 Okt

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Foto von Eric Montfort

Im hohen Alter ist die Persönlichkeit wieder erstaunlich veränderlich: Bis zu 25 Prozent der Menschen eines Persönlichkeitstyps ändern sich nach einem Alter von 70 Jahren noch einmal beträchtlich. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, an der ich zusammen mit Maike Luhmann und Christian Geiser gearbeitet habe. Dieses Ergebnis steht der weit verbreiteten Annahme entgegen, dass sich die Persönlichkeit im Laufe des Lebens immer weiter stabilisiert. Tatsächlich scheint diese Stabilisierung jedoch nur bis ins mittlere Erwachsenenalter anzuhalten und sich die Persönlichkeit anschließend noch einmal deutlich zu verändern und zwar in diverse Richtungen. In einer ähnlich veränderungsfreudigen Lebensphase, dem jungen Erwachsenenalter bis zum Alter von ungefähr 30 Jahren, lassen sich dagegen vor allem Veränderungen von dem unterkontrollierten Persönlichkeitstyp, der durch eine geringe Verträglichkeit und geringe Gewissenhaftigkeit geprägt ist, hin zu einem gesellschaftlich angepassteren, resilienten Persönlichkeitstyp beobachten.

Informationen dazu, wie wir zu diesen Ergebnissen gekommen sind, können der Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung oder der Freien Universität entnommen werden.

Ein schöner Artikel von Christian Weber ist dazu am gestrigen Mittwoch in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Und einen ebenso schönen Bericht (mit besonders amüsantem Titelbild) hat Wiebke Hollersen für Die Welt verfasst, in diesem Fall nicht nur für die gedruckte Version, sondern auch zum online Nachlesen.

Und für die Detail-Interessierten gibt es die Original-Studie hier zu lesen oder frei zugänglich hier.