früher | Oktober, 2015

freunde von freunden.
essay im buch ‚personalities‘.

26 Okt

Personalities vom Hatje Cantz Verlag

Cover des Buchs ‚Personalities
erschienen im Hatje Cantz Verlag in Zusammenarbeit mit Freunde von Freunden

Unsere Persönlichkeit beschreibt, wie wir uns in unserem Denken, Fühlen und Verhalten voneinander unterscheiden und beeinflusst ausnahmslos jeden Lebensbereich. So natürlich auch, und vielleicht sogar besonders deutlich, unser Zuhause. Um diese Beobachtung geht es in einem Essay, das ich für das Buch ‚Personalities‘ geschrieben habe. Das Buch entstand in einer Kooperation mit Freunde von Freunden, die eine meiner Lieblingsserien des ZeitMagazins verantworten, dem Hatje Cantz Verlag und USM, die Möbelbausysteme herstellen. → zum Buch

Darum geht’s:
In Personalities öffnen Menschen die Türen zu ihrer ganz persönlichen, unmittelbaren Umgebung: ihrem Zuhause und dem Ort ihres Schaffens. Wir begeben uns auf eine Reise in ihre Lebenswelten und lassen uns die Geschichten hinter den Möbelstücken erzählen – jedes so individuell wie ihr Besitzer. Während die Stories der Personalities das Herzstück des Buches bilden, ergänzen namhafte Fachautoren das Thema »Persönlichkeit« um eine psychologische und soziologische Perspektive.
Wir machen einen Ausflug in die Persönlichkeitspsychologie, werfen einen Blick in Richtung Populärkultur und betrachten Persönlichkeit schließlich im Spannungsfeld zwischen Haben und Sein, zwischen materieller Kultur und Lifestyle. Die Diversität der Porträtierten spiegelt sich in der Vielfalt der begleitenden Essays wider, die auf unterhaltsame und überraschende Weise die Facetten rund um den Begriff der Persönlichkeit aufzeigen.

berufungspraxis bei juniorprofessuren in deutschland 2005-2013.
neue studie der jungen akademie.

19 Okt

Schularick, Specht, Baumbach et al. (2015), Die Junge Akademie

Um Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu schaffen, wird aktuell diskutiert, die Juniorprofessur als einen ‚Standardweg‘ zur Lebenszeitprofessur zu etablieren. Die sich abzeichnende Aufwertung der Juniorprofessur im deutschen Wissenschaftssystem steht jedoch in deutlichem Kontrast zu den spärlichen Informationen, die derzeit zur Berufungspraxis bei Juniorprofessuren vorliegen. Wir sind der Berufungspraxis bei Juniorprofessuren systematisch auf den Grund gegangen, indem wir Daten zu Berufungen für die Jahre 2005 bis 2013 an deutschen Universitäten erhoben haben.

Wie die Studie zeigt, gibt es zwischen den deutschen Universitäten starke Unterschiede in der Berufungspraxis bei Juniorprofessuren. Von einer einheitlichen Basis für die Einführung von ‚Tenure Track‘-Professuren, die einen transparenten und national wie international vergleichbaren Karriereweg schaffen könnten, ist die deutsche Universitätslandschaft weit entfernt. Die uneinheitliche Umsetzung betrifft zum einen die zahlenmäßig großen Unterschiede bei der Einführung von Juniorprofessuren an den Universitäten. Zum anderen betreffen diese Unterschiede den Anteil ‚interner‘ Berufungen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen fordern wir eine Vereinheitlichung der Standards und ein Hausberufungsverbot für JuniorprofessorInnen. Dieses Verbot ist notwendig, da mitunter bis zu 50 Prozent der Stellen mit internen KandidatInnen besetzt werden.

Entstanden ist die Studie im Rahmen der interdisziplinären Arbeitsgruppe Wissenschaftspolitik der Jungen Akademie. Sie ist die erste umfassende und systematische Untersuchung zur Einrichtung und Besetzung von Juniorprofessuren an deutschen Universitäten. Die drei AutorInnen Moritz Schularick (Universität Bonn), Jule Specht (Freie Universität Berlin) und Sibylle Baumbach (Universität Innsbruck) wurden dabei von 37 weiteren aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Jungen Akademie unterstützt.

Die Studie ist frei verfügbar und kann unter folgendem Link gelesen werden:
Schularick, M., Specht, J., & Baumbach, S. et al. (2015). Berufungspraxis bei Juniorprofessuren in Deutschland 2005-2013. Berlin: Die Junge Akademie. (ISBN: 978-3-00-050910-0)

Die Pressemitteilung zur Studie gibt es hier.

Presseberichte:

  • Der Spiegel: In der Print-Ausgabe vom 17.10.2015 (Der Spiegel 43/2015, S. 25)
  • Der Tagesspiegel: Eigene Kandidaten bevorzugt – „Intransparent“, „uneinheitlich“: Die Junge Akademie kritisiert die bisherige Ausgestaltung der Juniorprofessuren – und erklärt, was sich ändern sollte. (von Amory Burchard)
  • Die Zeit: Nur der eigene Nachwuchs wird befördert – Eigentlich soll es mehr Juniorprofessuren geben, um Karriere an der Uni wieder attraktiver zu machen. Doch eine Studie kritisiert die vielen Berufungen im eigenen Haus. (Reprint Tagesspiegel)
  • Die taz: Doktoranden fördern – Viele Universitäten bevorzugen eigene Mitarbeiter für Juniorprofessuren, bemerkt eine aktuelle Studie. Ein Autor spricht von einem „Riesenproblem“. (von Ralf Pauli)
  • Forschung & Lehre (Herausgeber: Deutscher Hochschulverband): Berufungspraxis bei Juniorprofessuren 2005 bis 2013 – Ergebnisse einer aktuellen Studie. (Zusammenfassung von Felix Grigat)
  • FAZ: Wege durch den Flaschenhals – Das deutsche Hochschulsystem leidet unter einer unfassbaren personellen Asymmetrie. Ein Heer von ausgebeuteten Assistenten drängt auf wenige Professuren. Dabei fehlt es nicht an Vorschlägen zur Reform. (von Thomas Thiel)

Die Junge Akademie:
Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Weitere Informationen zur Jungen Akademie gibt es hier: http://www.diejungeakademie.de

psychologie heute-blog.
über nostalgie und vorfreude.

13 Okt

Illustration_by_Charis_Tsevis

Illustration von Charis Tsevis

Früher elektrisierte die Vorfreude und motivierte zum emsigen Schaffen, heute rückt immer häufiger die melancholische Nostalgie an ihren Platz. Ist das ein Alterseffekt, der dazu verleitet den mittlerweile verpassten Gelegenheiten nachzutrauern? Oder sind wir lediglich Teil einer Generation Vintage, die sich in die vermeintlich bessere Vergangenheit zurückwünscht? Der Melancholie zum Trotz kann die Nostalgie ein positives Selbstbild und soziale Verbundenheit vermitteln, zumindest sofern wir unsere Vergangenheit nicht als unwiederbringlich verloren ansehen, sondern uns mit ihr für die Zukunft wappnen. → Weiterlesen im Psychologie Heute-Blog

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Seit Juli 2014 veröffentlicht die populärwissenschaftliche Zeitschrift Psychologie Heute einen wöchentlichen Blog mit dem Titel ‚Der psychologische Blick‘. Jeden zweiten Dienstag schreibt darin einer von derzeit vier Kolumnisten, darunter die Autorin dieses Blogs, über aktuelle Themen aus Alltag, Gesellschaft und Wissenschaft.