früher | November, 2016

how emotions shape experience.
conversation with einstein visiting fellow jesse prinz.

9 Nov

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Quote taken from a corporate brochure of Einstein Foundation Berlin

Meeting Einstein is an event series of Einstein Foundation Berlin that brings together scientists and the public at extraordinary locations in Berlin. At the next event, on Thursday, November 17th 2016, Jesse Prinz talks about ‚The good, the bad and the ugly: How emotions shape experience‘ in the historic premises of the Wedding Crematorium in Berlin. Jesse Prinz is a Distinguished Professor of Philosophy at the City University of New York and Einstein Visiting Fellow at the Berlin School of Mind and Brain. Starting at 7 pm, he will first give a keynote and then have a conversation with me about how emotions contribute to moral judgments and how they form aesthetic perception.

Everyone is welcome to join!

For more information, see http://www.einsteinfoundation.de/index.php?id=981

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Logo_Einstein_Stiftung

The Einstein Foundation Berlin was founded in 2009 by the State of Berlin. The Foundation aims to promote science and research of top international calibre in Berlin and to establish the city as a centre of scientific excellence. In addition to its endowment, the Foundation also receives state funding. An independent scientific commission of the highest standard selects projects for funding. Financial support and donations are welcome.

psychologie heute-blog.
über schwere entscheidungen und glückliche zufälle.

7 Nov

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Foto von Pauli Antero

Wir treffen eine Vielzahl von grundlegenden Lebensentscheidungen unter großer Unsicherheit. Manchmal hilft die Intuition dabei und berücksichtigt sowohl vernünftige Abwägung als auch emotionale Präferenzen. Aber was, wenn die Intuition ratlos ist? Soll dann der Kopf entscheiden? Oder der Zufall? Mein Plädoyer: Im Zweifel immer die Veränderung wagen! [Dieser Text erschien zuerst im Blog der Psychologie Heute und kann seit Dezember 2017 nun auch hier gelesen werden.]

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Kürzlich musste ich eine grundlegende Lebensentscheidung treffen: Ich bekam eine Stelle in Lübeck angeboten, gleichzeitig tat sich eine vielversprechende berufliche Chance in Berlin auf. Was für ein Glück, was für ein Hochgefühl! Nun lagen zwei Lebenswege vor mir und ich musste eine folgenschwere Entscheidung treffen. Eine Woche habe ich abgewartet: Meist klärt das meine Intuition nach einiger „Bedenkzeit“ von selbst. Nicht in diesem Fall, sie war ratlos. Also half der Kopf nach: Ich holte alle erdenklichen Informationen ein, sprach mit alten und neuen Kolleginnen und Kollegen und mehreren Lieblingsmenschen. Letztendlich fiel die Wahl auf Lübeck.

Es kam dann ganz anders als erwartet. Gute Gründe für Lübeck lösten sich in Luft auf, dafür taten sich neue gute Gründe auf. „Man kann nie so kompliziert denken, wie es plötzlich kommt“, wusste schon Willy Brandt, wenn man dem – mit Zitaten gespickten – Flur in dem Lübecker Hotel glaubt, in dem ich zurzeit die erste Wochenhälfte verbringe. Da ist dann Intuition gefragt: Ein Geistesblitz als eine Mischung aus kühler Logik und heißen Gefühlen, der mit einer plötzlichen Einsicht die Entscheidung erleichtert, meint Wolf Lotter. Aber was, wenn der Geistesblitz ausbleibt?

Neulich wurde ich gefragt, warum ich in Münster studiert habe. Auch das war eine grundlegende Lebensentscheidung und ich war offen für alles, das Bauchgefühl also keine Entscheidungshilfe. Bei der Suche nach einer Antwort stoße ich auf alte Dateien aus dem Sommer 2004, meinem letzten Schulferiensommer. Ich habe damals anscheinend quasi alle Psychologie-Studienordnungen gelesen und meine Studienortwahl nach einem komplexen Entscheidungsschema getroffen, das die Schwerpunktfächer, Größe der Stadt, Entfernung zu den Eltern (nicht zu nah und nicht zu fern) und diverse Hochschulrankingsbeinhaltete. Heraus kam die Entscheidung für Münster – eine gute Entscheidung, aber wirklich besser als alle anderen?

Mit einem guten Freund sitze ich im eins44 in Neukölln, er lädt mich zur Feier der Lübeck-Zusage zum Essen ein. Und wir reden über meine Entscheidung für Lübeck trotz meiner Liebe zu Berlin. Er findet, es werden häufig falsche Entscheidungen getroffen, vielleicht nicht in diesem Fall, aber andernorts: Bei Stellenbesetzungen oder dem Verteilen von Forschungsgeldern zum Beispiel. Insofern hat er Sympathie dafür, den Zufall entscheiden zu lassen. Die Welt ist sowieso unvorhersehbar (vielleicht zum Glück!). Und die Vernunft kann zwar im Vorhinein mit viel Mühe Informationen sammeln und abwägen, ist dann aber doch unwissend und – schlimmer noch – systematisch verzerrt.

Steven Levitt war anscheinend ähnlicher Ansicht und nutzte den Zufall in einem Feldexperiment: Unentschlossene Menschen ließ er online zu einer wichtigen Lebensentscheidung eine Münze werfen. 20.000 Münzwürfe später zeigte sich: Die Unentschlossenen nehmen die Zufallsempfehlung ernst und diejenigen, die sich für eine Veränderung entschieden, waren ein halbes Jahr später glücklicher als diejenigen, die sich (vorerst) gegen eine Veränderung entschlossen. Statt den Zufall entscheiden zu lassen, empfiehlt Levitt den Unentschlossenen nun: „Wenn Sie sich nicht entscheiden können, sollten Sie das Neue wählen“.

Ob das Eingehen einer exklusiven Beziehung oder das Beenden einer ebensolchen, die Suche nach dem Studienort oder eine berufliche Weiterentwicklung, wir treffen eine Vielzahl von grundlegenden Lebensentscheidungen unter großer Unsicherheit. Meist ist völlig unklar, wie die Zukunft wird, was sie nur begrenzt rational zugänglich macht. Welche Entscheidung auch getroffen wird, viel wichtiger scheint mir, überhaupt Entscheidungen zu treffen. Denn keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung und vielleicht die schlechteste von allen Alternativen. Ich selbst lege mich deshalb gern fest. Aber gern immer wieder neu. Im Zweifel bin ich eigentlich immer für Veränderung. Aber auch das kann sich natürlich verändern.

Zum Weiterlesen

Die Junge Akademie (2015). Zufall – Wem fällt was zu?. Junge Akademie Magazin.

Levitt, S. D. (2016). Heads or tails: The impact of a coin toss on major life decisions and subsequent happiness. the National Bureau of Economic Research, Working Paper 22487.

Lotter, W. (2016). Zündstoff: Intuition und Vernunft sind keine Gegensätze. Sie ergänzen einander ideal. brand eins.

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Seit Juli 2014 veröffentlicht die populärwissenschaftliche Zeitschrift Psychologie Heute einen Blog mit dem Titel ‚Der psychologische Blick‘. Jeden zweiten Dienstag schreibt darin einer von derzeit vier Kolumnisten, darunter die Autorin dieses Blogs, über aktuelle Themen aus Alltag, Gesellschaft und Wissenschaft.

american dream?
career paths in higher education.

3 Nov

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Photograph by Vinícius Serafim

What can we learn from science policy in other countries? Are they facing similar challenges? Are they able to deal with some of these challenges more efficiently? We will discuss that at the 13th Meeting of the ID-E that is part of the Berlin Science Week. Join us!

When: Monday, Nov 7th 2016, 10 am to 8 pm

Where: Embassy of Canada to Germany, Leipziger Platz 17, 10117 Berlin

Registration: Attendance is free but requires registration beforehand

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My Abstract

Young academics in Germany are faced with a tremendous lack of promising career prospects within academia resulting in much more feelings of job insecurity compared to other countries (Friesenhahn & Beaudry, Global Young Academy, 2014). Thus, there is much to learn from those who offer by far better academic career prospects:

(1) Germany needs more professors. Here, we have a high number of pre- and postdocs with a temporary contract and a small number of professors with tenure or tenure track. Contrary to most other countries, this results in many highly qualified young scientists with no perspective for an enduring job within academia (Specht, Endesfelder, Erb, Hof, Pernice et al., Die Junge Akademie, 2016).

(2) Germany needs an improved tenure track system. The Juniorprofessur was initially introduced in Germany based on the idea of assistant professorships in other countries. However, contrary to assistant professorships, a tenure track option can only be found in a negligible fraction of these Juniorprofessuren (Schularick, Specht, Baumbach et al., Die Junge Akademie, 2015). The new Nachwuchspakt that aims at implementing 1,000 new tenure track professorships will hopefully start to change that soon.

(3) Germany needs a modern department structure. In contrast to most other countries, there is a strong hierarchy within departments with few chairs and many subordinate research assistants in Germany. This personal structure could, with no costs, be changed to a department structure with a larger number of autonomous professors that have equal rights and share the large number of responsibilities (Menke, Schularick, Baumbach et al., Die Junge Akademie, 2013).

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Logo ID-E Berlin

ID-E Berlin International Dialogue on Education is a joint initiative of the British Council Germany, the German Academic Exchange Service, the German-American Fulbright Commission, the Australian Group of Eight, the Embassy of Canada to Germany and the Freie Universität Berlin. It offers a platform for international participants to discuss science policy.